"ENTSPANNUNG BRINGT DICH
SCHNELLER ANS ZIEL."
 
Unbekannt

Stress ist

sowohl bei uns Menschen als beim Hund ein wichtiges Thema und kann zu bedeutsamen gesundheitlichen Schäden und zu Problemen in der Mensch-Hund-Beziehung führen. Stressreaktionen zeigen sich auf vielfältige Weise auf der körperlichen Ebene und beeinflussen unser Denken, Fühlen und Verhalten. Wenn wir einer Anforderung gegenüberstehen, wird diese von uns bewertet. Zudem schätzen wir ein, ob wir über die notwendigen Ressourcen, Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen, um die Anforderung zu bewältigen. Wenn wir die Anforderung als bedrohlich wahrnehmen und nicht davon ausgehen, dass wir sie erfolgreich bewältigen können, kommt es zur Stressreaktion. Dabei spielt es auch eine Rolle, wie wichtig uns das erfolgreiche Bewältigen der jeweiligen Anforderung ist.

Wir Menschen

haben neben unserem Hund meist ein komplexes Leben voller Verpflichtungen und Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Es kann sein, dass wir gestresst oder erschöpft sind und nicht einmal Zeit für uns selbst haben. Da ist es nicht verwunderlich, dass wir im Umgang mit unserem Hund schneller an unsere Grenzen geraten und genervt reagieren, wenn es nicht rund läuft. Wir sollten uns aber immer bewusst sein, dass sich unser Stress negativ auf das Verhalten unseres Hundes auswirken kann. Und weil sich Mensch und Hund gegenseitig beeinflussen, kann sich ein gestresster Hund wiederum negativ auf unser Verhalten auswirken.  

Stress ist 

ein sehr individuelles Geschehen. Wir Menschen tragen nicht selten selbst zu unserem Stress bei, und zwar mit unseren eigenen, inneren "Stressverstärkern". Diese können dazu führen, dass bei uns Stressreaktionen ausgelöst oder verstärkt werden. Persönliche Stressverstärker sind zum Beispiel Perfektionismus, Ungeduld, ausgeprägtes Profilierungsstreben oder die Unfähigkeit, eigene Leistungsgrenzen zu akzeptieren. Zu den Stressverstärkern gehören auch Denkmuster wie das „Negative-Konsequenzen-Denken“ oder das „Persönlich nehmen“ und die „inneren Antreiber“ „sei perfekt“, „sei schnell“, „mach es alles recht“, „streng dich an“ und „sei stark“. Die eigene, persönliche Seite des Stressgeschehens anzuerkennen, bedeutet, sich bewusst zu werden, dass wir unser Stresserleben bewusst positiv beeinflussen können und keine Opfer der Umstände sind. 

Ein guter Umgang mit Stress

hat auch mit Resilienz zu tun. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Menschen, sich trotz belastenden Zuständen und Ereignissen und trotz Niederlagen und Krisen immer wieder zu fangen und neu aufzurichten. Das gelingt uns, indem wir auf Ressourcen zurückgreifen und die entsprechende Anforderung als Anlass für Entwicklung nutzen. Das Gute ist, dass Resilienz trainierbar ist. Wir können unseren Rucksack mit Dingen füllen, die uns in schwierigen Situationen weiterhelfen oder wir können ihn auch um Dinge erleichtern, die uns aufhalten oder runterziehen. Zur Resilienz gehört auch, sich selbst gut zu kennen und die Erfahrung zu machen, dass wir unser Leben bewusst positiv beeinflussen können. Ein resilienter Mensch trägt gerne Verantwortung, denkt optimistisch und lösungsorientiert. Er verfügt über einen guten Umgang mit Stress und kann Beziehungen positiv gestalten. Er verfügt über ein stabiles Selbstbild, empfindet sich als selbstwirksam und kann sich selbst emotional in Balance halten. Er kann Veränderliches von Unveränderlichem unterscheiden und das Unveränderliche akzeptieren. Er glaubt an sich und er verfügt über ein Urvertrauen, das ihn trägt.

Im Coaching

kannst du für dich reflektieren, wie du mit Anforderungen umgehst. Du kannst deinen eigenen Anteil am Stressgeschehen erkennen und herausfinden, wie du Stress verhindern oder reduzieren kannst. Du kannst deine Widerstandskraft erhöhen, um zukünftig besser mit Anforderungen umgehen zu können.

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